Das Kunst- und Kulturprojekt am Cannstatter Güterbahnhof

Unser Projekt ist aus dem Soziotop der Waggons am Nordbahnhof erwachsen und macht sich die Erfahrungen aus über zehn Jahren erfolgreicher Kulturarbeit zunutze. Durch den Bau modularer und mobiler Räume reagieren wir auf die prekäre Raumsituation von Off-Spaces und ihren Akteuren in Stuttgart. Unsere Strukturen und beweglichen Räume bleiben im Falle eines Umzugs erhalten, Zwischennutzung wird auf diese Weise nachhaltiger und planungssicherer. Dabei hält die Nutzung kommerziell entlasteter und temporär verfügbarer Brachflächen die Grundkosten gering, was unserer gemeinnützigen Arbeit zugute kommt. So schaffen wir einen dauerhaften Anlaufpunkt und ein Experimentierfeld für Kreative und deren Netzwerke auf lokaler, überregionaler und internationaler Ebene. Langfristige Ziele sind ein Ensemble aus zwölf Frachtcontainern, die Raum für Ausstellungs-, Workshop- und Veranstaltungsflächen schaffen und die Ansiedlung modularer und mobiler Ateliers. All das erfordert intensive Planung, es kostet viel Geld und braucht Zeit.

Dennoch wollen wir so schnell wie möglich unseren kulturellen Betrieb wieder aufnehmen und 'Hallo' in Bad Cannstatt sagen. Deshalb werden wir in den kommenden Monaten mit einigen Containern, zwei Waggons und einem modularen Holzbau Tatsachen am Güterbahnhof schaffen. Im Rahmen der Möglichkeiten wird es dann wieder Ausstellungen, Performances, Konzerte, Klangkunst, DJ- und VJ-Events, Workshops, Vorträge, Lesungen, Filmvorführungen und vieles mehr geben. Vom 30. März bis zum 20. Juli präsentieren wir außerdem ein dokumentarisches Porträt unserer Arbeit  in der Treffpunkt-Galerie am Rotebühlplatz in Stuttgart. 

Warum 'UNBENANNT' ?

WIR ÄNDERN UNSEREN NAMEN !
Ende Februar haben wir entschieden: Der Name unseres Vereins „Umschlagplatz e.V.“ wird geändert. Ab sofort suchen wir einen neuen Namen für unser geplantes Kunst- und Kulturprojekt am Cannstatter Güterbahnhof.

HINTERGRUND
Der Begriff „Umschlagplatz“ ist durch den „Umschlagplatz im Warschauer Ghetto“ historisch belastet: von diesem Ort aus wurden etwa 300 000 Juden und Jüdinnen in den Tod deportiert. Wie schwer diese Belastung wiegt, wurde uns erst im Laufe der näheren Auseinandersetzung mit der Geschichte dieses Ortes bewusst.

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